Archiv für April 2010

Sysiphus Automat

Sysiphus, eine Figur aus der griechischen Mythologie, sollte als Strafe für seine Vergehen an der Götterwelt einen großen Felsen einen Berghang hinauf rollen. Jedes Mal, kurz vor erreichen des Gipfels, entglitt ihm der Felsblock und er musste diese Harte Arbeit von vorn beginnen. Berühmt geworden ist er im Volksmund durch den Begriff der Sysiphus-Arbeit, einer Arbeit also, die sehr anstrengend ist und am Ende wieder von vorn beginnt.

Homer beschreibt die Qualen des Sysiphus in seiner Odyssee:

„Und weiter sah ich den Sisyphos in gewaltigen Schmerzen: wie er mit beiden Armen einen Felsblock, einen ungeheuren, fortschaffen wollte. Ja, und mit Händen und Füßen stemmend, stieß er den Block hinauf auf einen Hügel. Doch wenn er ihn über die Kuppe werfen wollte, so drehte ihn das Übergewicht zurück: von neuem rollte dann der Block, der schamlose, ins Feld hinunter. Er aber stieß ihn immer wieder zurück, sich anspannend, und es rann der Schweiß ihm von den Gliedern, und der Staub erhob sich über sein Haupt hinaus.“

(Wikipedia)

Der kleine Holzsysiphus des Künstlers Dave Johnson lässt diese Qualen betrachten. Angetrieben durch eine Kurbel schiebt und schiebe der kleine Mann pausenlos, ohne jedoch einen Millimeter voranzukommen. Das schöne Kunststück ist im Video zu sehen:

via Make

Riesen Midicontroller für Rockstar-Allüren

Elekro-liveacts leiden offenbar sehr darunter, auf der Bühne nicht mit den großen Gesten der Rockstars posen zu können. An kleinen Midicontrollern mit ein paar Drehreglern und Fadern lässt sich kein Staat machen. Das dachte sich die Berliner Band LAN und entwickelte eigens für ihre Live-Shows einen monströsen Midicontroller, der per Infrarot Entfernungssensor bedient werden kann. Herausgekommen ist eine Art Theremin für Digitale Live-Acts. Colya Kärcher, der Sänger der Band, erklärt im Video wie das ganze funktioniert und zeigt, was er damit machen kann:

via bausteln

Handtuchfalter

Handtücher falten ist nun wahrlich eine sinnfreie Übung. Wer eine Mutter, einen Vater, Freund oder Freundin hat, die/der dennoch darauf Wert legt, dass Handtücher ordentlich zusammengelegt im Handtuchschrank verstaut werden, sollte sich beim Berkeley-Studenten Jeremy Maitin-Shepard nach dem Towel Folding Robot erkundigen.
Fachmännisch sortiert der Roboter kleine wie große Handtücher aus dem Wäscheberg und legt sie ordentlich zusammengelegt auf dem Stapel ab.

mehr Details finden sich in dieser PDF-Datei.

via Make

Tetrisbot

Vor einiger Zeit habe ich ein paar Lego Mindstorms-Roboter vorgestellt, die den Rubics Cube Würfel lösen können. Maschinen können aber noch viel mehr Spiele für uns spielen. Der Roboter von Branislav Kisacanin spielt Tetris. Eine Webcam zeichnet das Tetrisspiel vom Bildschirm auf und überträgt die Daten an einen Videoprozessor. Dieser kalkuliert den nächsten Zug und gibt ihn über eine LED-Matrix an den Lego Mindstorms-Roboter aus, welcher die entsprechenden Tasten auf dem Numpad der PC-Tastatur drückt. Sehr gespannt dürfen wir sein, welche Spiele noch von Robotern übernommen werden.

via hackaday

San Franciso aus Zahnstochern

Heute mal keine verrückte Erfindung, aber dafür eine wahnsinnige Bastelei. In über 3000 Stunden Arbeit verteilt über 35 Jahre baute Scott Weaver Gebäude und Plätze seiner Heimatstadt als Streichholzmurmelbahn auf. Aber sieh selbst:

via merely thinking

Luftmixer für alle, die nicht still sitzen können

Damit sich Leistung nicht mehr lohnt, der Workaholic-Erwerbslose aber trotzdem seinen Trieb zur Tätigkeit ausagieren kann und nicht im endlosen schreiben von Bewerbungen von der Jobcentermaschine zermürbt wird, gibt es das Workaholla. Er wandelt eine runde kurbelbewegung in eine „gegenläufige rechteckige Kolbenbewegung“ um. „Diese tolle Technik wird beim Workaholla zur Herstellung von echtem Garnichts verwendet.“ schreibt Erfinder Workaholla in seiner Produktbeschreibung auf Dawanda. Weiter: „Dabei wird überflüssige Energie sehr lässig in unnütze Bewegung umgewandelt. Das Workaholla kann auch als Luftmixer verwendet werden.“

Workaholla

Laut Geheimen Dokumenten wird das Workaholla übrigens seit Jahrzehnten effektiv in Verwaltung und Behörden eingesetzt. Eine wunderbare Maschine gegen Arbeitsgesellschaft und Effizienzzwang.