Archiv für Mai 2010

Grafittidrucker

Grafitti hat in den letzten zwanzig Jahren eine regelrechte Evolution durchgemacht. Von dem gesprühten Tag über Sprühschablonen, Stickers, großen Wandtapeten, Adbusting oder LED-Throwies gibt es eine vielfalt der mehr oder weniger künstlerischen Partizipation am öffentlichen Raum.

Mit Hilfe des Facadeprinters wird Grafitti digitalisiert. Nach einer digitalen Bildvorlage schießt eine computergesteuerte Paintball-Kanone Farbkugeln Pixel für Pixel auf die Wand, bis ein Bild entsteht. Die Erfinder sehen die Einsatzgebiete nicht nur im künstlerischen oder im kommerziellen Bereich der Werbung, sondern z.B. auch um in Erdbebengebieten etwa Orte mit Trinkwasserversorgung zu kennzeichnen.

facadeprinter.org – three stones from Facadeprinter on Vimeo.

Kartoffelkanone reloaded – Sausage Gun

Vor zirka 10 Jahren war die Kartoffelkanone ein populäres Internetmem. Die Konstruktion aus billigen Baumarkt-Plastikröhren und einem Piezozünder verbreitete sich rasant unter Bastel- und Waffennerds. In den Kanonenlauf wurde eine Kartoffel gesteckt, in einen Zylinder Haarspray oder ähnliches gesprüht. Nach dem verschließen der Waffe wurde mit dem Piezozünder das Gasgemisch gezündet und die Kartoffel zog in hoher Geschwindigkeit seine ballistische Kurve – bis sie irgendwo aufschlug.

Christian und sein „partner in crime“ Alex folgen dem bewährten Prizip, nutzen aber Würstchen als Kanonenfutter. Sie scheinen dabei eine Menge infantilen Spaß zu haben. Vegetarier bleiben besser bei der klassischen Version…

Wer jetzt Lust gekriegt hat, mit Lebensmitteln um sich zu ballern, sollte sich allerdings vor den Gesetzeshütern in Acht nehmen.

Bei Kartoffelkanonen handelt es sich um Schusswaffen im Sinne des Waffengesetzes, da Geschosse durch einen Lauf getrieben werden. Bau, Führen/Besitz und das Schießen unterliegen dem Genehmigungs- bzw. Erlaubnisvorbehalt. (Wikipedia)

Auch mit Waffenschein ist das Abfeuern von Gemüse oder Fleisch verboten, da diese Kanonen kein amtliches Beschusszeichen haben.

Nike Music Shoe

Diese Turnschuhe eines großen Sportartikelherstellers können nicht nur beim Laufen hilfreich sein, sie können auch Musik machen. In den Nike Music Shoe ist ein Biegesensor eingebaut. Je nach dem, wie stark der Schuh gebogen wird, werden Mididaten an eine Musiksoftware gesendet und Effekte gesteuert. Tanzend kann man damit Musik machen. Nachdem allerorten verschiedene Steuerungen Maus und Tastatur als Bedienelemente von Computern ablösen, wird Elektronische Musik wohl zunehmend wieder zu einer performacetauglichen Angelegenheit. Bei allem Spaß, den solche Sachen machen eigendlich ein bißchen schade. Hatte man sich doch gerade darüber gefreut, dass die großen Rockstarattitüden mit Techno und elektronischer Musik der Vergangenheit angehörten.

Im nächsten Video performt die japanische HipHop-Gruppe Hifana den Schuh und scheint jede Menge Spaß zu haben:

Nike betont allerdings, dass der „Free Run+“ ein Laufschuh ist. Die Verkaufsversion macht keine Musik. Der modifizierte Schuh ist also einzig ein (gelungenes) Marketing-Produkt.

via Freeduino

Twitternde Kuckuksuhr

Kuckucksuhren sind verrückt genug, um einmal in diesem Blog erwähnt zu werden. Stündlich ruft der kleine Holzkuckuk durch eine interessante Mechanik gesteuert die aktuelle Stunde aus. Das Schwarzwälder Souvenier hat Haroon Baig zu einer twitternden High-Tech-Kuckucksuhr umgebaut. Wird ein Tweet mit dem Namen der Uhr gepostet, meldet sich der Kuckuck mit seinem Typischen Sound. Auf dem kleinen Display wird die Nachricht angezeigt.
Solange keine Tweets eingehen, zeigt das Display die Uhrzeit an. Außerdem lässt sich per Touchscreen durch die Twitter-Meldungen scrollen.

Twitwee Clock from Haroon Baig on Vimeo.

Im inneren steckt weniger spannende Mechanik, als vielmehr Elektronik: ein Chumby mit Flash-Player ist für die Anzeige und das Update der Tweets verantwortlich. Ein Arduino steuert den Kuckuck.

Multifunktionsspaten

Am Anfang denkt man noch, naja halt ein schöner kleiner handlicher Spaten, aber im Laufe des Videos entpuppt sich dieser chinesische Klappspaten als Schweizer Messer unter den Spaten. Mit ihm kann man nicht nur auf verschiedene Weise graben, buddeln und hacken, sondern z.B. auch sein Mittagessen zubereiten, Bäume fällen oder Angriffe von Terroristen mit Eisenstangen abwehren. Ein echtes Must-Have für alle Heimwerker und Überlebenskünstler.

Link zum Video

via bausteln