Archiv der Kategorie 'Roboter'

Du selbst – Als Souvenier

Wer nach Barcelona kommt, schlendert vielleicht Abends die Einkaufsstraße La Rambla entlang, vorbei an menschlichen Statuen, Blumenverkäuferinnen und Souvenierständen. Vielleicht kommt man auch an dieser Kunstaktion vorbei:

Be Your Own Souvenir! from blablabLAB on Vimeo.

Hier kann man sich auf einen Würfel stellen und für einen 3d-Scan posieren. Anschließend wird das Abbild mit Hilfe eines 3d-Druckers in eine kleine Plastikskulptur verwandelt, die man mit nach Hause nehmen kann. Was hier noch als lustige Kunstaktion erscheint, könnte bald die nächste Copy & Paste-Revolution auslösen. Es ist nicht schwer vorzustellen, wenn die Technik noch verfeinert wird. Man scannt ein Objekt der Wahl einfach ein und „druckt“ es dreidimensional wieder aus. Copyshops für Dinge.

Fleischfressende Bio-Energie-Uhr

Die Künstler James Auger und Jimmi Loizeau haben eine Reihe von Maschinen oder Robotern entworfen, die ihre Energie aus Insekten beziehen. Das fangen von Fliegen erfüllt hier nicht nur den Zweck die nervigen Biester loszuwerden, sondern gleichsam die Maschinen anzutreiben. Ein Beispiel – Fake oder nicht sei dahingestellt – ist diese Insektenfressende Uhr:

Insektenfressende Uhr

Die Fliege landet auf dem Papier, auf dem sie – wie bei herkömmlichen Fliegenfängern – einfach hängen bleibt. Langsam wird sie nach unten transportiert und fällt dann in eine Mikrobakterielle Brennstoffzelle, in der die Fliege mit Hilfe von Bakterien in elektrische Energie umgewandelt wird. Die gewonnene Energie betreibt nun gleichzeitig die Maschine und eine kleine Digitaluhr, so dass – genug Fliegen vorrausgesetzt – sie keine zusätzliche Energiequelle benötigt. Klingt nach Science Fiction. Mehr dazu im Video (englisch):

Legostein Sortierer

In meinem chaotischen Kinderzimmer gab es eine große Kiste, in der alle Legosteine, Platten, Männchen, Räder, Dachziegel, Autos und was es alles gab Platz fanden. In dieser Kiste die passenden Steine zu finden dauerte vielleicht manchmal etwas, aber es machte auch Spaß aus dem riesigen chaotischen Teilehaufen Dinge zu bauen.
Manch einer mag vielleicht etwas autistischer sein und hat die Teile nach Formen oder Farben sortiert. Ich hätte jedenfalls den Legosteinsorierer von akiyukyi nicht gebraucht. Dieser besteht selbst zum größten Teil aus Legobausteinen, einer Webcam und einem „Gehirn“ von Lego Mindstorm.

via Make

Seifenblasenmaschine XXL

Der Bubble Bot von zvizvi kann nicht nur Seifenblasen, wie jede beliebige Seifenblasenmaschine. Er bläst riesige Seifenblasen auf. Aber seht selbst:

Eine Anleitung zum Nachbauen findest Du auf Instructables.

Rasenmaler

Sebastian Neitsch, Woeishi Lean und Jan Bernstein haben einen kleinen flammenwerfenden Roboter gebaut, der Vektorgrafiken auf den Rasen malen kann. So lässt sich das Familienwappen in den Vorgarten brennen, oder man ärgert, wie die Künstler selbst, den ortsansässigen Golfclub mit lustigen Bildern. Wenn das Beispiel Schule macht, können wir mit neuen Kornkreis-Nachrichten aus der Trash-Abteilung der Boulevardmedien rechnen.

Kunstrasen

bemalter Golf-Rasen

Karten Misch- und Ausgaberoboter

Wer bei der Skatrunde lieber noch ein Bier holt (oder wegbringt), statt Karten zu mischen und auszuteilen, der sollte sich an Peter Munk und Philipp Hudelmaier wenden. Die beiden Hacker haben für eine Studienarbeit einen Karten-Misch-und-Ausgabe-Roboter gebaut. Der „nxtexas“ versucht zunächst die Spieler in der Runde zu erkennen. Anschließend mischt und teilt er die Karten an die Spieler aus. Wem das ganze Prozedere zu lang dauert, sollte allerdings wieder selbst Hand anlegen.

Lipstick Enigma – Ein Display aus Lippenstiften

Die New Yorker Künstlerin Janet Zweig verbindet Lippenstift mit High Tech und baut daraus ein Display, das an die üblichen LED-Displays erinnert. Die einzelnen Pixel werden durch jeweils einen Lippenstift erzeugt, der von einem Steppermotor herausgedreht wird.

Lipstick

Lipstick Enigma from Janet Zweig on Vimeo.

via Make

Automatypewriter – Interaktive Geschichten auf einer Schreibmaschine

Alte Hasen und Computerfreaks werden sich gern an Zeiten erinnern, in denen man textbasierte Adventures spielte. Das Spiel bestand aus beschreibenden Texten des Ortes an dem man sich befand und der Personen. Durch Eingabebefehle, wie „gehe Nord“ konnte man sich durch die virtuelle Welt bewegen. Erkunden konnte man sich z.B. mit Befehlen, wie „untersuche Gegenstand“ oder „frage Person“. Das ganze war eine interaktive Geschichte, die sich mangels Bilder oder Animationen größtenteils im eigenen Kopf abspielte.

Ein solches Textadventure kann man auch auf dem Automatypewriter spielen. Die Schreibmaschine schreibt von selbst die Geschichte auf. Basierend auf den Eingaben wird man teil der Story, die auf dem Blatt entsteht. Klar, dass Textadventures hier die Paten der Idee waren. Der Automatypewriter holt das ganze in die wirkliche Welt.

A new way to interact with fiction from Jonathan M. Guberman on Vimeo.

Lego-3d-Drucker

Ein paar Roboter, die uns das Spielen abnehmen hatten wir ja schon im Blog, z.B. den Tetris-Bot oder eine Maschine, die den Rubics Cube löst.
Sehr faszinierend sind auch so genannte 3-D Drucker, wie der Makerbot, die z.B. den Nutella-Drucker oder Pizza Plotter inspirierten.
Geremixt sieht das ganze so aus:

Ein aus Legoteilen zusammengebauter Makerbot, der statt 3-D Modelle zu drucken diese aus Legosteinen zusammenbaut.

Nutella-Drucker

In ähnlicher Weise, wie der Pizza-Plotter, der bereits in diesem Blog Erwähnung fand, druckt in diesem Video der 3D-Drucker MakerBot Nutella auf ein Toastbrot. Damit lassen sich tolle Toasts 2.0 für das Geek-Büfet erstellen! Unbedingt anschauen und nachmachen!